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Rennes
Hauptstadt der Bretagne

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Sehenswürdigkeiten von Rennes

 

Festungswälle und Türme

Im 1. Jh. vor JC wird die erste Siedlung Condate an der Gabelung der beiden Flüsse Ille und Vilaine wahrscheinlich durch den armorikanischen Stamm Riedones und durch Römer gegründet, die zu jener Zeit Gallien besetzten. Im ausgehenden 3. Jh. wird die inzwischen civitas riedonum getaufte Stadt erstmals mit einem 1.200 m langen Festungswall befestigt. Es folgen im 15. Jh. zwei weitere Stadtmauern im Nordosten und südlich der Vilaine, wodurch die befestigte Stadt von 9 ha auf 62 ha anwächst. Aus dieser Zeit stammen auch der Turm Duchesne und das Stadttor Portes Mordelaises, die zu den bedeutendsten, erhaltenen Festungsanlagen von Rennes zählen.

 

Tour Duchesne et rempart
Der Turm Duchesne und der Festungswall aus dem 15. Jh.
 

Prächtige Fachwerkhäuser

Die vielen Wälder um Rennes liefern das nötige Holz zum Bau der zahlreichen Fachwerkhäuser. In Rennes wie auch im gesamten bretonischen Herzogtum zieht sich die Fachwerktradition bis in die Mitte des 17. Jh. hinein und damit über die strikten Grenzen des Mittelalters hinaus. Am 23. Dezember 1720 kommt es zu einem verheerenden Stadtbrand, dem in einer Woche über 900 Häuser und Gebäude zum Opfer fallen. Rings um den niedergebrannten Stadtkern sind jedoch noch zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten. Dank umfassender Restaurierungsarbeiten seit nunmehr 20 Jahren bilden diese malerischen Bauten mit ihren bunten Fassaden, prächtigen Treppen und Holzverzierungen reizende Blickfänge...

 

Place Sainte-Anne
Der Platz Sainte-Anne 
 

Die Neustadt aus Stein

Die verheerenden Auswirkungen des Stadtbrands geben Anlass zu einem groß angelegten Wiederaufbauprogramm. Zunächst wird Baumeister Isaac Robelin mit dem urbanen Projekt betraut. Doch seine ambitiösen Pläne stoßen auf den Widerstand der Stadtverwaltung, die den angehenden königlichen Baumeister Jacques Gabriel ab 1724 als dessen Nachfolger einsetzt. So entsteht nach den Plänen Gabriels ein komplett in Stein gehaltener schöner Neustadtkern um zwei beeindruckende Plätze, die dem Rathaus und dem Gerichtshof einen „königlichen“ Rahmen geben.  

Hôtel de Ville
Das Rathaus